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Berichte

9th World Championship in Russia

Die neunte Weltmeisterschaft der Japan Shotokan Karate Association (JSKA) stand bevor. Und unser Felix aus Ratekau war mal wieder mit dabei.

Zusammen mit 15 anderen Athleten aus Deutschland trat er vom 28. September bis zum 01. Oktober in Sankt Peterburg an. 

Mit seinen Kata-Männer-Teammitglieder Constantin und Fabian reiste er aber schon eine Woche vorher an. Sie unternahmen viel Sightseeing in Sankt Petersburg. Von einem 16km langen Fußmarsch am ersten Tag bis zum Museumsbesuch Eremitage am letzten Tag.

Akklimatisierung nennt man so etwas wohl. 

Am Freitag fing dann aber auch schnell der eigene Reisegrund an. Nach einer schwierigen Anmeldung für Meisterschaft und Shihankai-Seminar ging es einmal quer durch die Stadt zur Lehrgangshalle. 

Weltchefinstructor Abe Sensei aus Japan war trotz seiner Krankheit angereist und beobachtete das Training. Ab und zu ging er durch die Halle und verbesserte einzelne Karatekas. Das Training wurde am Anfang von Sensei Flindt aus Deutschland geleitet und danach in einzelne Gruppen aufgeteilt die dann den einzelnen Shihans zugeordnet wurden. Shihan ist eine Ehrenbezeichnung für Lehrer die Lehrer trainieren und viel über das anstrebende Thema wissen sowie ebenso jahrzehntelange Erfahrungen mibringen.

Ein Training bei dem Shihankai der JSKA bedeutet viel alte Schule und trotzdem immer neue Erfahrungen. 

Am Samstag ging es um die Katatitel der einzelnen Gruppierungen.

Felix trat mit Constantin und Fabian in einer über 18 Mann starken Gruppe für den Titel in Kata-Einzel an. Er überstand die Vorrunden und zog ins Finale ein. Dort zeigte er die Kata Gojushiho Sho. Leider musste er sich erneut hinter dem Portugiesen Rui Jeronimo einreihen. Ebenso vor ihm war diesmal der Russe Maxim Stolbovoy. Trotzdem reichte seine Leistung immer noch für einen akzeptablen dritten Platz aus. 

Mit dem Kata Männer Team lief es trotz hartem Training und viel Vorbereitung leider nicht so gut.

Die Russen waren einfach zu synchron und damit gelang es gleich zwei russischen Teams den Sprung aufs Treppchen. Dicht gefolgt von Südafrika. 

Wiederum starte Felix aber auch in dem Kata Mix Team für Deutschland. Mit dabei waren noch Jenny und Matthias aus Prenzlau. In dieser Kategorie lief es wie geschmiert und nach einer starken Vorrunde zeigten die Drei im Finale eine grandiose und synchrone Kata und konnten damit den Titel Weltmeister in Kata Mix Team nach Deutschland holen. Somit war auch der erste sehr lange und anstrengende Wettkampftag zu Ende und es ging wieder zurück in das Hotel. 

Eine Menge an bisher gesammelten Erfahrungen wurde mit dem Schweizern und Portugiesen noch am gleichen Abend bei einem Getränk ausgetauscht. 

Am zweiten Tag ging es in die Kumitewettkämpfe (Freikampf). Diese liefen erstmal nicht so grandios.

Erst ganz am Ende konnte das Kumite Team Männer mit Müh und Not noch einen dritten Platz erreichen. Auch hier ragten die russischen Teams wieder herauf und belegten die Plätze eins und zwei.

 

Abe Sensei sowie neben ihm Flindt Sensei verfolgten die Wettkämpfe wachsam.

 

Spät nachmittags war es geschafft und alle Wettkämpfer, Kampfrichter, Trainer und Organisatoren freuten sich nur noch auf eines. Die Abschlussparty. Bei dieser wurde wie immer viel gelacht, getanzt und internationale Kontakte geknüpft. 

An diese Meisterschaft werden sich bestimmt viele noch gerne erinnern.

 

 

Jahresrückblick 2017

 

Die Karate-Sparte des TSV Ratekau, blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück. Wir hatten wieder viele tolle und interessante Lehrgänge, harte und lustige Trainigsstunden, sowie erfolgreiche Meisterschaften. Außerdem wurde es, durch bestandene Prüfungen, wieder bunter in unseren Gruppen.

 

Als ersten Lehrgang des Jahres 2017 besuchten wir, wie schon die Jahre davor, den Pansdorf Lehrgang unseres Verbandes.  Daraufhin folgte viele weitere Lehrgänge in Bad Oldesloe, Lübeck, Crivitz. Der wahrscheinlich aufregendsten Lehrgang des ersten Halbjahres war für die Kinder, Eltern und Trainer bestimmt der Hoym-Lehrgang. Wir fuhren dafür circa 350 Kilometer bis in den Harz. Dort haben wir, so wie jedes Jahr, in der Jugendherberge Quedlinburg übernachtet. Einen Abend hatten wir den Grill angeschmissen und spielten etliche Retro-Spiele mit viel Gelächter. Insgesamt war das Wochenende sehr spannend und lustig.

 

Im gleichen Monat haben wir noch am jährlichen SKVD-Cup in Lübeck dran teilgenommen. 2016 noch von uns veranstaltet, hat 2017 das Sei-do (Dojo von Sensei Flindt) die Ausrichtung übernommen. Für Felix begann der Tag schon vor dem Sonnenaufgang mit der Hilfe beim Aufbau der Pools und Kampfrichtertische. Langsam trudelten auch seine Schüler und Trainerkollegen aus Ratekau ein. Wie immer begannen die Kinder mit ihren Wettkämpfen in Kumite und Kata. Gegen Nachmittag waren dann die Erwachsenen und Mannschaften dran. Sehr weit oben auf dem Medaillenspiegel war am Ende des Tages Sonkei KaRatekau. Ob in den Einzel- oder Mannschaftesdisziplin, keiner aus Ratekau ging am Ende des Tages leer aus. Zur Krönung gingen die meisten noch im Restaurant bei der Blüchereiche in Ratekau etwas essen.

 

Für Felix ging es im nächsten Monat schon auf das nächste Turnier, nämlich nach Ungarn. Vorher hatte er noch ein Kurztrip mit ein paar Leuten aus dem Kader im nahegelegten Wien eingelegt. Als sie dann nach 4 Tagen in Sopron (Ungarn) ankamen war Sensei Flindt schon vor Ort. Langsam kamen von dem circa 60 Mann starken Kader alle Mitglieder an. Gleich am Donnerstag war noch ein letztes gemeinsames Kadertraining. Dieses Turnier war übrigens die 3te Europameisterschaft der JSKA. Der Shihankai gab an zwei Tagen wirklich sehr erfrischendes Training. Aufgrund Abe Senseis Erkrankung kam Maeda Sensei. Sein Training war typisch japanisch, aber mit Einzelheiten zur Koordination und Reaktionsfähigkeit. Am Sonntag früh ging die Meisterschaft los. Und am Ende des Tages waren wieder viele Teamkollegen von Felix auf dem Treppchen und erhielten eine oder gleich mehrere Medaillen. Sensei Flindt sah sehr zufrieden aus. Am Abend stärkten alle noch die internationalen Freundschaften auf der Aftershowparty. Der Mai ging so würdevoll zu Ende.

 

Kurz vor der Sommerpause hatten wir noch wie jedes Jahr unser Sommerfest mit Training am Niendorfer Freistrand. Damit war auch schon die Sommerpause eingeläutet und nur die Trainer mussten auf Fortbildung zum Instruktor-Seminar nach Lübeck.

 

Gleich im zweiten Halbjahr ging es mit Lehrgängen wie in Sülfeld, Leipzig oder Hettstedt weiter. Felix besuchte auch noch mehrere japanische Großmeister die früher unter Abe Sensei trainiert hatten und große Erfolge in den Good-Old-JKA Days gerissen haben. Felix war beeindruckt von dem Training. Sehr traditionell und anstrengend, genau wie bei Abe Sensei. Ein besonderes Ereignis war für ihn, das er dieses Jahr sowie im Dezember als auch im Oktober unter Nagaki Sensei trainieren durfte. Aber es war nicht dieselbe Person. Vater und Sohn! Beide sehr, sehr gute und äußerst präzise Trainer, die beide das Training mit einem Lächeln im Gesicht geben. Felix freut sich schon auf die nächsten Lehrgänge mit ihnen.

 

 

 

 

 

Ein weiteres Highlight war für unser Dojo die Organisation des alljährlichen Kinderlehrgang/turniers. Durch wieder große Mithilfe der Eltern und Michaels Tochter Charlotte ging die Veranstaltung reibungslos über die Bühne. Und nicht nur die Organisation klappte sehr gut, nein auch der Medaillienregen im Team Sonkei war wieder atemberaubend.

 

Als letzten großen Lehrgang hatten wir den Mölln-Lehrgang im Dezember geleitet von, wie bereits erwähnt, Nagaki Sensei und Sensei Flindt vor uns. Diese harten und wirklich sehr schweißtreibenden zwei Tage, ließen uns mal wieder erkennen das beiden Sensei´s, die Kampfkunst Karate, trotz fortlaufendem Alter (beide um die 70 + - ) sehr gut tut. Sie zeigten Fußtritte und Schläge, die eine Härte und Präzision aufwiesen, diese von einem anderen Stern sein müsste. Die Genauigkeit der Technik, das rechtzeitige Stoppen und das schnelle  Beschleunigen, all das lernten wir nochmal zum Jahresende. Vielen, Vielen Dank für diesen schönen Lehrgang an Sensei Flindt und Ausrichter Ari Gissurarson aus Mölln.

 

Und somit war auch schon wieder Weihnachten vor der Tür, aber natürlich nicht ohne unsere Weihnachtsfeier. Die Kinder zeigten wieder, was Sie in diesem Jahr gelernt hatten, die Eltern konnten mal in das Training reinschnuppern und die Trainier informierten über Verbesserungsvorschläge und Pflichttermine nächstes Jahr.

 

In diesem Sinne bis zur nächsten Trainingseinheit oder bis zum nächsten Lehrgang.

 

Gruß Michael und Felix

 

Oss

 

 

 

 


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